Warum Kognitive Verhaltenstherapie?
Moderne Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie wurde ursprünglich entwickelt, um psychotherapeutische Methoden stärker an wissenschaftlich überprüfbaren Grundlagen auszurichten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der Fokus vor allem auf äußerlich beobachtbarem Verhalten – als Gegenentwurf zur klassischen Psychoanalyse.
Seither hat sich die Verhaltenstherapie grundlegend weiterentwickelt. Heute fließen in die moderne kognitive Verhaltenstherapie (KVT) nicht nur Verhaltensmuster ein, sondern auch Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen und lebensgeschichtliche Erfahrungen. Der Begriff „Verhaltenstherapie“ ist geblieben – der Ansatz ist umfassender geworden.
Diese Verbindung aus konkreten Methoden und reflektierender Arbeit an biografisch geprägten Mustern ermöglicht eine vielseitige und individuell anpassbare Psychotherapie. Die KVT gilt heute als die am besten wissenschaftlich untersuchte Methode in der Psychotherapie und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Warum Gruppenpsychotherapie?
Gruppentherapie
Gruppentherapie ergänzt die Einzelbehandlung durch spezifische therapeutische Möglichkeiten. In einem geschützten Rahmen können zwischenmenschliche Themen gemeinsam reflektiert und neue Perspektiven entwickelt werden. Der Austausch mit anderen Teilnehmenden fördert das Verständnis für eigene Verhaltensmuster und bietet Raum zur Erprobung sozialer Kompetenzen.
Die Arbeit in der Gruppe ermöglicht es vielfältige Sichtweisen kennenzulernen, Ressourcen zu aktivieren und neue Wege im Umgang mit Herausforderungen zu entwickeln. Das Gruppensetting schafft häufig eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der persönliche Entwicklung auf mehreren Ebenen angeregt wird.
Ablauf der Gruppentherapie
Gruppentherapien finden in einem festen Rahmen mit 6 bis 8 Teilnehmenden statt, die sich regelmäßig treffen. Die Sitzungen werden therapeutisch geleitet, strukturiert und durch gezielte Impulse begleitet.
Themen ergeben sich aus dem Gruppengeschehen und den Interessen der Teilnehmenden. Die aktive Beteiligung erfolgt freiwillig und kann sich im Verlauf entwickeln. Je nach Setting kommen auch Übungen oder spezifische psychotherapeutische Methoden zum Einsatz – abgestimmt auf die jeweilige Gruppendynamik und das Therapieziel.
Grundprinzipien der Gruppentherapie
Vertraulichkeit: Inhalte, die innerhalb der Gruppe besprochen werden, verbleiben im geschützten Rahmen.
Respekt: Die Teilnahme erfolgt freiwillig: Jedes Gruppenmitglied entscheidet selbst, welche Themen eingebracht werden.
Struktur: Die Sitzungen werden therapeutisch geleitet und folgen einem klaren, transparenten Ablauf.
Gemeinschaft: Die Gruppe bietet Raum für gegenseitige Unterstützung, Austausch und gemeinsames Lernen.
Weitere Informationen zu Gruppenterminen oder Teilnahmevoraussetzungen sind auf Anfrage erhältlich.
ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen
ADHS-Diagnostik für Erwachsene
In der Praxis wird eine umfassende Diagnostik bei Verdacht auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter orientiert am aktuellen wissenschaftlichen Standard angeboten . Die diagnostischen Leistungen können privat abgerechnet oder, je nach Versicherungsvertrag, durch private Krankenversicherungen erstattet werden. Eine vorherige Klärung der Kostenübernahme mit dem jeweiligen Versicherer wird empfohlen.
Kostenrahmen
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Die Gesamtkosten für eine vollständige Diagnostik bewegen sich in der Regel zwischen 600 € und 800 € (je nach Umfang der Einzelleistungen).
Zeitlicher Umfang
ca. 4 Termine à 50 Minuten in der Praxis
ca. 90 Minuten für die Bearbeitung von Fragebögen außerhalb der Sitzungen
Diese Termine können an einem Tag gebündelt oder auf mehrere Wochen verteilt stattfinden.
Ablauf der Diagnostik (Übersicht)
- Kontaktaufnahme
Die Anfrage erfolgt über das Kontaktformular der Praxis. - Behandlungsvereinbarung & Terminvergabe
Nach Rücksendung der unterzeichneten Behandlungsvereinbarung werden ein oder mehrere Termine vereinbart. Zudem werden erste diagnostische Fragebögen zur Vorbereitung bereitgestellt. - Diagnostikmodule
Die Diagnostik umfasst folgende standardisierte Bestandteile:
- Psychometrische Fragebögen
- Klinische und biografische Anamnese
- Strukturiertes Interview zu ADHS-Symptomen
- Differenzialdiagnostische Abklärung (Ausschluss anderer Störungen)
- Standardisierte Fremdanamnese durch eine Bezugsperson
- Auswertungsgespräch und schriftlicher Befundberich
Befundbericht
Der abschließende Bericht enthält eine differenzierte fachliche Einschätzung, die als Grundlage für psychotherapeutische oder medizinische Weiterbehandlung genutzt werden kann.

Autismus-Diagnostik bei Erwachsenen
Ablauf der Diagnostik
- Anfrage
Die Kontaktaufnahme erfolgt über das Kontaktformular der Praxis. - Behandlungsvereinbarung & Terminvergabe
Nach Rücksendung der unterzeichneten Behandlungsvereinbarung werden ein oder mehrere Termine vereinbart. Zur Vorbereitung werden erste diagnostische Fragebögen zur Verfügung gestellt. - Diagnostische Bestandteile
Die Diagnostik umfasst typischerweise folgende Elemente:
- Screening mittels standardisierter Fragebögen
- Ausführliches Anamnesegespräch (biografische und familiäre Entwicklung)
- Klinisches Interview
- Störungsspezifische Diagnostik mittels ADOS-2
- Fremdanamnese (z. B. durch Angehörige oder nahestehende Personen)
- Differenzialdiagnostik zur Abgrenzung gegenüber anderen psychischen Störungen
- Auswertungsgespräch
- Schriftlicher Befundbericht


